Griechenland-Reisetipps: Geld, Einreise und Alltag
Einreise, Geld, Trinkgeld, Kassenbeleg, Gesundheit, Sprache und Alltag: das Praktische für die Griechenlandreise.
Griechenland ist ein unkompliziertes Reiseland: EU-Mitglied, Euro, gute Infrastruktur in den Urlaubsregionen. Ein paar Eigenheiten gibt es trotzdem, vom Umgang mit Bargeld über das Trinkgeld bis zum Kassenbeleg, der dieser Website ihren Namen gibt. Hier steht das Wichtigste für den Reisealltag.
Einreise und Dokumente
Griechenland gehört zur EU und zum Schengen-Raum. Für Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt:
- Ausweis: Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass genügt. Für Kinder brauchst du ein eigenes Ausweisdokument.
- Kontrollen: Auch im Schengen-Raum musst du dich ausweisen können, etwa am Flughafen, beim Check-in im Hotel oder auf Fähren, wo Tickets oft namentlich ausgestellt werden.
- Haustiere: Für Hunde und Katzen ist der EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung erforderlich.
Wer eine andere Staatsangehörigkeit hat, sollte die aktuellen Bestimmungen beim Auswärtigen Amt oder der griechischen Botschaft prüfen.
Geld: Euro, Karte und Bargeld
In Griechenland zahlst du mit dem Euro. Kartenzahlung ist in den vergangenen Jahren deutlich verbreiteter geworden, in Städten und touristischen Orten zahlst du fast überall mit Debit- oder Kreditkarte, oft auch kontaktlos.
Bargeld bleibt trotzdem nützlich:
- in kleinen Tavernen, Bäckereien und an Kiosken,
- auf kleinen Inseln und in Bergdörfern,
- für Trinkgeld und kleine Beträge,
- an manchen Mautstationen und Parkplätzen.
Geldautomaten findest du in allen größeren Orten. Achte am Automaten auf das Angebot, in Euro statt in deiner Heimatwährung abzurechnen: Die Umrechnung durch den Automatenbetreiber ist meist teurer als die deiner Bank. Wähle deshalb die Abrechnung in Euro.
Apodixi: der Kassenbeleg
Der Name dieser Website hat einen praktischen Hintergrund. Apodixi (απόδειξη) ist das griechische Wort für Beleg oder Quittung. In Griechenland müssen Geschäfte, Restaurants, Cafés, Taxis und Dienstleister für jeden Verkauf einen Beleg ausstellen, heute meist aus einer elektronischen Kasse. Der Staat bekämpft damit Steuerhinterziehung, und die Behörden kontrollieren die Belegpflicht.
Für dich als Gast bedeutet das: Du hast Anspruch auf einen Beleg und kannst ihn verlangen, wenn du keinen bekommst. In Restaurants bringt die Bedienung den Beleg oft zusammen mit der Rechnung an den Tisch. Bewahre Belege größerer Ausgaben auf, etwa für Mietwagen, Ausflüge oder Unterkünfte, falls es später Fragen gibt. Mehr zur Geschichte des Begriffs und zum Namen dieses Ratgebers steht auf der Seite Über Apodixi.
Trinkgeld
Trinkgeld ist in Griechenland üblich, aber kein Muss. In Restaurants und Tavernen rundet man auf oder gibt bei gutem Service etwa fünf bis zehn Prozent. Das Geld bleibt oft einfach auf dem Tisch liegen. Im Café rundet man auf, im Taxi ebenso. Zimmerpersonal, Reiseleitungen und Bootsbesatzungen bei Ausflügen freuen sich über einen kleinen Betrag am Ende.
Gesundheit und Notfall
- Notruf: Die europaweite Notrufnummer 112 funktioniert auch in Griechenland, die Leitstellen sind auf fremdsprachige Anrufe eingestellt.
- Krankenversicherung: Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) bist du im staatlichen Gesundheitssystem abgesichert. Für Privatärzte, Privatkliniken und einen eventuellen Rücktransport ist eine private Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll.
- Apotheken erkennst du am grünen Kreuz. Apothekerinnen und Apotheker sprechen in Urlaubsorten oft Englisch und helfen bei kleineren Beschwerden.
- Sonne und Hitze: Im Sommer sind Sonnenschutz, Kopfbedeckung und viel Trinken wichtig. Die Mittagshitze verbringt man am besten im Schatten.
Sprache
Griechisch wird in einem eigenen Alphabet geschrieben. In touristischen Regionen kommst du mit Englisch gut zurecht, Straßenschilder sind meist zweisprachig. Ein paar Worte Griechisch kommen trotzdem gut an:
| Deutsch | Griechisch (Umschrift) |
|---|---|
| Guten Morgen | Kaliméra |
| Guten Abend | Kalispéra |
| Hallo, auch Tschüss | Jássas (förmlich), Jássu (vertraut) |
| Danke | Efcharistó |
| Bitte | Parakaló |
| Ja / Nein | Ne / Óchi |
| Die Rechnung, bitte | To logariasmó, parakaló |
| Der Beleg | I apódixi |
Achtung bei der Körpersprache: „Ne“ heißt Ja, und ein kurzes Anheben des Kopfes bedeutet oft Nein.
Alltag vor Ort
- Zeitzone: Griechenland ist Deutschland, Österreich und der Schweiz ganzjährig eine Stunde voraus.
- Strom: 230 Volt, die Steckdosen passen für Stecker aus Deutschland und Österreich. Schweizer Stecker brauchen oft einen Adapter.
- Wasser: In vielen Städten ist Leitungswasser trinkbar, auf manchen Inseln ist es salzig oder wird nicht zum Trinken empfohlen. Frag in der Unterkunft nach.
- Toiletten: In vielen Häusern ist das Abflusssystem eng. Toilettenpapier gehört dann in den Eimer daneben, nicht in die Schüssel. Ein Hinweisschild zeigt das meist an.
- Essenszeiten: Abendessen beginnt in Griechenland später als in Mitteleuropa, viele Tavernen füllen sich erst ab 21 Uhr.
- Öffnungszeiten: Kleinere Geschäfte haben teils eine lange Mittagspause und schließen an einigen Wochentagen nachmittags. In Touristenorten ist im Sommer vieles bis spät geöffnet.
- Kleidung in Kirchen und Klöstern: Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Viele Klöster stellen Tücher bereit.
Mobilität
Für die Anreise und die Fortbewegung vor Ort gibt es eigene Seiten: Flüge nach Griechenland, Fähren nach und in Griechenland und Mietwagen und Verkehr. Wann sich welche Region am besten bereisen lässt, steht unter beste Reisezeit.
Fazit
Mit Ausweis, Karte und etwas Bargeld, einer Auslandsreisekrankenversicherung und ein paar Worten Griechisch bist du für Griechenland gut gerüstet. Verlange im Zweifel deinen Beleg, gib ein angemessenes Trinkgeld und lass dir beim Abendessen Zeit. Den Rest erledigt die griechische Gastfreundschaft.
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- Trinkgeld
Restaurant, Café, Taxi, Hotel und Ausflug: wie viel Trinkgeld in Griechenland üblich ist und wie du es am besten gibst.
- Apodixi: der Kassenbeleg
Was das Wort bedeutet, warum Griechenland so streng auf Belege achtet und woran du einen echten Beleg erkennst.
Fragen und Antworten
- Was bedeutet Apodixi?
- Apodixi, griechisch απόδειξη, heißt Beleg oder Quittung. In Griechenland sind Geschäfte, Restaurants und Dienstleister verpflichtet, für jeden Kauf einen Beleg auszustellen. Damit soll Steuerhinterziehung erschwert werden. Als Gast darfst du den Beleg jederzeit verlangen.
- Wie viel Trinkgeld gibt man in Griechenland?
- Im Restaurant ist es üblich, aufzurunden oder bei gutem Service etwa fünf bis zehn Prozent zu geben. Das Trinkgeld lässt man meist auf dem Tisch liegen oder gibt es beim Bezahlen. Im Taxi rundet man auf, Zimmerpersonal und Reiseleitungen freuen sich über einen kleinen Betrag.
- Kann ich in Griechenland überall mit Karte zahlen?
- In Städten, Hotels, Supermärkten und den meisten Restaurants ja. In kleinen Tavernen, an Kiosken, in Bergdörfern und auf kleinen Inseln ist Bargeld weiterhin wichtig. Geldautomaten gibt es in fast allen größeren Orten, auf kleinen Inseln aber nicht überall.
- Brauche ich eine Reisekrankenversicherung für Griechenland?
- Gesetzlich Versicherte aus Deutschland und Österreich sind über die Europäische Krankenversicherungskarte im staatlichen System abgesichert. Behandlungen in Privatpraxen und ein medizinischer Rücktransport sind damit aber nicht gedeckt. Eine private Auslandsreisekrankenversicherung schließt diese Lücke und ist für wenig Geld zu haben.
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