Griechisches Festland: Athen, Thessaloniki, Peloponnes, Chalkidiki
Städte, antike Stätten, Strände und Gebirge: was das Festland zu bieten hat und wie du es bereist.
Viele denken bei Griechenland zuerst an Inseln. Dabei liegen auf dem Festland die Hauptstadt, die meisten antiken Stätten, große Gebirge und einige der schönsten Küsten des Landes. Wer gern unterwegs ist, Kultur mag oder mit dem eigenen Auto anreist, findet hier oft mehr Abwechslung als auf einer einzelnen Insel. Diese Seite stellt die wichtigsten Regionen vor und zeigt, wie du sie verbindest.
Athen und Attika
Athen ist für die meisten der Einstieg ins Festland. Die Akropolis mit dem Parthenon, die antike Agora, das Akropolismuseum und die Altstadtviertel Plaka und Monastiraki liegen nah beieinander und lassen sich zu Fuß erkunden. Für einen ersten Eindruck reichen zwei bis drei Tage, wer Museen mag, bleibt länger.
Rund um die Stadt liegen weitere Ziele: der Poseidontempel am Kap Sounion an der Südspitze Attikas, die Strände der sogenannten Athener Riviera und die Häfen Piräus und Rafina als Sprungbrett zu den Inseln. Der Flughafen ist über die Metro direkt mit dem Zentrum verbunden.
Thessaloniki und Nordgriechenland
Thessaloniki ist die zweitgrößte Stadt Griechenlands und eine lebendige Universitätsstadt mit langer Uferpromenade, dem Weißen Turm als Wahrzeichen und zahlreichen frühchristlichen und byzantinischen Bauten, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Die Stadt ist bekannt für ihre Küche und eignet sich das ganze Jahr für eine Städtereise.
Von Thessaloniki aus erreichst du:
- Chalkidiki mit den drei Halbinseln Kassandra, Sithonia und Athos. Kassandra ist touristisch gut erschlossen, Sithonia mit Buchten und Pinienwäldern ruhiger, der Berg Athos eine Mönchsrepublik mit Sonderregeln.
- Vergina mit den Königsgräbern des antiken Makedonien.
- Den Olymp, den höchsten Berg Griechenlands, mit Wanderwegen ab Litochoro.
- Kavala und Thassos weiter östlich.
Die Peloponnes
Die Peloponnes ist eine große Halbinsel im Süden, mit dem Festland über die Landenge von Korinth verbunden. Sie vereint auf engem Raum viele der bekanntesten antiken Stätten und abwechslungsreiche Küsten.
- Nafplio, die erste Hauptstadt des modernen Griechenland, mit Altstadt und Festungen.
- Mykene und Epidauros mit dem berühmten antiken Theater, beide nur eine kurze Fahrt von Nafplio entfernt.
- Olympia, Austragungsort der antiken Olympischen Spiele, im Westen.
- Monemvasia, eine befestigte Stadt auf einem Felsen vor der Ostküste.
- Die Mani, die mittlere der drei südlichen Halbinseln, mit Wehrtürmen und kargen Bergen.
- Mystras bei Sparta, eine byzantinische Ruinenstadt.
Im Süden landest du am besten in Kalamata, für den Nordosten in Athen. Eine Rundreise von einer bis zwei Wochen lässt sich gut mit einem Mietwagen planen, siehe Mietwagen und Verkehr in Griechenland.
Zentralgriechenland: Delphi und Meteora
Delphi liegt an den Hängen des Parnass-Gebirges, rund zwei bis drei Autostunden von Athen. Das antike Heiligtum des Apollon mit Tempel, Theater und Stadion gehört zu den eindrucksvollsten Stätten des Landes. Meteora bei Kalambaka ist berühmt für seine Klöster auf hohen Sandsteinfelsen. Beide Orte lassen sich gut auf einer Fahrt zwischen Athen und Thessaloniki verbinden.
Am Pilion bei Volos wechseln sich Bergdörfer, Wälder und Strände ab. Von Volos fahren Fähren zu den Sporaden.
Epirus und der Westen
Der Nordwesten Griechenlands ist gebirgig und vergleichsweise wenig besucht. Im Zagori liegen Steindörfer mit alten Bogenbrücken, die Vikos-Schlucht und gute Wanderwege. Ioannina am See Pamvotida ist die Hauptstadt der Region. An der Küste liegt Parga mit Blick auf kleine Inseln, nicht weit von Preveza und Lefkada.
Anreise und Fortbewegung
Für das Festland kommen mehrere Flughäfen infrage: Athen und Thessaloniki ganzjährig, Kalamata, Preveza und Kavala vor allem im Sommer. Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist, nimmt die Fähre ab Italien nach Igoumenitsa oder Patras, siehe Fähren nach und in Griechenland.
Vor Ort ist ein Auto für Rundreisen die flexibelste Lösung. Griechenland hat ein ausgebautes Autobahnnetz, die meisten Strecken sind mautpflichtig. Zwischen den großen Städten fahren außerdem Fernbusse, zwischen Athen und Thessaloniki auch Züge.
Routenideen
- Klassiker in einer Woche: Athen, Delphi, Meteora, Thessaloniki. Hinflug nach Athen, Rückflug ab Thessaloniki.
- Peloponnes in zehn Tagen: Athen, Korinth, Nafplio mit Mykene und Epidauros, Monemvasia, Mani, Kalamata, Olympia.
- Norden in einer Woche: Thessaloniki, Chalkidiki, Olymp oder Vergina.
Fazit
Das Festland ist ideal für alle, die Griechenland nicht nur am Strand erleben möchten. Für Kultur lohnt die Peloponnes oder die Route Athen, Delphi und Meteora, für Badeurlaub die Chalkidiki, für Natur der Epirus. Weitere Orte stellt die Seite Griechenland von A bis Z kurz vor.
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Fragen und Antworten
- Lohnt sich eine Rundreise auf dem Festland?
- Ja, besonders für alle, die Kultur und Landschaft verbinden möchten. Eine klassische Route führt von Athen über Delphi und Meteora nach Thessaloniki oder von Athen auf die Peloponnes mit Nafplio, Mykene, Epidauros und Olympia. Mit Mietwagen sind die Wege flexibel planbar.
- Wo kann ich auf dem Festland gut baden?
- Auf der Chalkidiki mit ihren drei Halbinseln, an vielen Küsten der Peloponnes, etwa in Messenien und auf der Mani, an der Riviera von Parga im Epirus und am Pilion bei Volos. Auch die Küste südlich von Athen hat Strände, die von der Stadt aus schnell erreichbar sind.
- Wie komme ich am besten von Athen nach Thessaloniki?
- Mit dem Zug, dem Fernbus, dem Mietwagen oder per Inlandsflug. Der Zug ist eine bequeme Möglichkeit ohne Umweg über Flughäfen, mit dem Auto lassen sich Delphi und Meteora als Stationen einbauen.
- Darf ich den Berg Athos auf der Chalkidiki besuchen?
- Der Berg Athos ist eine Mönchsrepublik mit eigenen Regeln. Männer brauchen für einen Besuch eine Einreiseerlaubnis, die Zahl der Genehmigungen ist begrenzt. Frauen ist der Zutritt nicht gestattet. Bootsfahrten entlang der Küste sind für alle möglich.
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